Rechtsextreme anschläge auf Linke

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Brandanschlag auf eine private Garage in Obergösgen In der Nacht vom Samstag auf Sonntag , kurz nach Mitternacht, ist an der Oltnerstrasse 11, vor einer Garage eine selbst gebastelte Bombe explodiert. Ca. 3 Minuten darauf explodierte eine zweite. Bei dem einen Brandsatz handelte es sich um einen umfunktionierten Gasbehälter eines Campinggaskochers, der zweite bestand aus einem ca. 7 cm langen Rohr, welches mit einer uns noch nicht bekannten Füllung versehen war. Der Sachschaden an der Garage ist gering, zwei Fensterscheiben gingen zu Bruch. Hinter diesen Scheiben befanden sich Holzbretter, welche installiert wurden, nach dem die selbe Garage bereits mehre Male von Rechtsextremisten angegriffen wurde (zum letzten mal am 24.11.2000). Diesen Brettern ist es zu verdanken, dass nichts in die Garage geworfen werden konnte. Die Täter konnten unerkannt fliehen. Die IGR OG geht davon aus, dass es sich bei den Tätern erneut um Jugendliche aus der rechtsextremen Szene handelt. Diese sehen die Garage offenbar als Feindbild, weil diese als privaten, nicht kommerziellen Treffpunkt genutzt wurde. Laut Stellungnahmen der Polizei gegenüber verschiedener Medienschaffender gehen die Behörden jedoch nicht von diesem Ansatz aus. Sie bezeichneten den Anschlag als "harmlos" und taten ihn als "Bubenstreich" ab. Wie Ihnen bekannt ist, hat die Polizei auch keine Medienmitteilung gemacht. Dies ist höchst ungewöhnlich, da es wirklich nur den erwähnten Brettern und einem reinen Zufall zu verdanken ist, dass niemensch verletzt wurde. Denn an diesem Wochenende war die Garage leer, was absolut unüblich ist. Wären (wie in der Regel) zehn bis fünfzehn Jugendliche in der Garage gewesen, wären Gehörschäden möglich, wenn nicht wahrscheinlich gewesen. Nicht auszudenken, welche Folgen der Anschlag gehabt hätte, hätte Beispielsweise das Tor, oder der Teppich in der Garage Feuer gefangen! Wir betrachten es mit Skepsis, dass die Polizei diesen Anschlag herunterspielt und ihn offenbar zu vertuschen versucht. Als eine weitere Ungereimtheit erachten wir den Umstand, dass der Fall offenbar nach wie vor von der KaPo Solothurn untersucht wird, obwohl solche Anschläge normalerweise von der BuPo bearbeitet werden. Leider scheinen die Richtlinien, ab wann so etwas zur BuPo gelangt sehr schwammig und da die Behörden den Anschlag als Bubenstreich abtun, wird dies wohl in nächster Zeit nicht geschehen. Drittens fiel uns auf, dass nur wegen Sachbeschädigung ermittelt wird, nicht aber wegen versuchter Körperverletzung oder versuchter Tötung. Es ist falsch, diesen Anschlag als Scharmützel zwischen linken und rechten Jugendlichen abzutun. Denn erstens, übertrifft das aktuelle Ereignis selbst unsere Vorstellungen der Gewaltbereitschaft bei rechten Skins, von einem Scharmützel kann also nicht die Rede sein. Zweitens können die Jugendlichen, welche die Garage als Treffpunkt nutzten, keinesfalls der linksextremen Szene zugeordnet werden. Sollten auch einzelne Jugendliche politisch eher links eingestellt sein, so sind sie jedoch weder politisch aktiv, noch haben sie in irgendeinem Sinne ein Interesse an einem Konflikt mit irgendwelchen anderen Jugendlichen. Die IGR OG beobachtet die rechte Szene in unserer Gegend seit einiger Zeit und führt seit November 2000 eine Chronologie mit gemeldeten Übergriffen seitens Faschoskins. Diese zeigt auf, dass die Übergriffe zwar leicht rückläufig sind, dass sie Gewalttätigkeit seitens der Neofaschisten aber extrem stieg. Zuerst zu der Rückläufigkeit: Diese ist leider nicht darauf zurück zu führen dass die braune Szene kleiner wird, sondern dass sich Jugendliche welche ein potentielles Ziel für Faschoskins bieten sich kaum mehr trauen in der Öffentlichkeit aufzutreten. An Festen wie es sie an der Fasnacht und auch rund um den 1. Mai (es handelt sich nicht um den politischen sondern den traditionellen 1. Mai) gibt, ist es für viele Jugendliche schlicht zu gefährlich. Ein Blick auf das Mai - Fest in Lostorf zeigt die Folgen, welche es haben kann, wenn mensch dem Wille der Faschos nicht Folge leistet und trotzdem an einem solchen Fest erscheint. Am 12.04.2001 wurde ein linker Jugendlicher von zwei Naziskins angegriffen und im Gesicht verletzt. Er musste ins Spital gebracht werden, wo er wegen eines Jochbeinbruchs operiert wurde und ihm eine Titanplatte ins Gesicht eingesetzt werden musste. Der Jugendliche erstattete Anzeige. Als Reaktion auf diese, wurde er am 1. Mai in Lostorf erneut angegriffen. Nicht nur er wurde verprügelt, sondern auch einige weitere anwesende Jugendliche. Von allen anderen Anwesenden griff niemand ein. Der Angriff, welcher eine Operation zur Folge hatte und der Anschlag auf die besagte Garage, sind der momentane Höhepunkt, was Angriffe seitens Rechtsextremisten betrifft. Beide Vorfälle ereigneten sich in diesem Jahr, beide sind der Polizei bekannt. Trotzdem bezeichnete Urs Eggenschwiler, Sprecher der KaPo Solothurn, dieses Jahr diesbezüglich gegenüber dem Oltner Tagblatt als "sehr ruhiges Jahr".



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